Der Festzug zum Fischerstechen

Vom Startpunkt am Saumarkt führt er auf zwei verschiedenen Wegen durch die Innenstadt.

Im Herzen des Fischerviertels, auf dem Saumarkt versammeln sich am Morgen des Stechens um 9:30Uhr die Festzugsteilnehmer. An ihre Spitze setzen sich Ulmische Freireiter in blauen Uniformen aus dem Jahr 1693. Ihnen folgen mit Fanfaren und Kesselpauken und ebenfalls zu Pferd die Ulmischen "Gens d'armes" in ihren blutroten, goldbetressten Röcken. Die zu Fuß folgenden Musikanten tragen Uniformen der Ulmer Stadtsoldaten ("Garnisöner") aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Während des Umzuges spielen sie den Ulmer Fischermarsch, eine Art lokaler Nationalhymne, die im 16. Jahrhundert entstanden sein soll.
Über den Zug verteilt sind Fahnenschwinger. Ober ihren Köpfen wirbeln sie den Reichsadler, die Farben der Stadt Ulm (schwarz-weiß) und die Fahne des Schwäbischen Kreises. An der Spitze der Schifferzunft marschiert ihr Zunftmeister mit seinem langstieligen Zunftmeister-Beil. Ihm folgen die ältesten Figuren des Ulmer Fischerstechens, die beiden Schalksnarren sowie Bauer und Bäuerin. Sie werden während des Festzugs tanzen. Den Rhythmus dazu schlagen die Tambours der "Ulmischen Stuck-Kompanie". "Stuck" bedeutete "Kanone".
Die weiteren Stecherpaare die natürlich auch am Umzug teilnehmen, finden Sie auf dieser Seite. Aus den alten Zeiten stammen Hauptspeer und Seitenspeere. Diese "Gaben-Speere" erinnern daran, dass das ursprüngliche Umzugs-Ziel war, vom Publikum möglichst viel Ess- und Trinkbares zu ergattern. Noch heute befestigen die Bürger aus ihren Fenstern heraus kleine Präsente an den Querhölzern dieser Spezial-Lanzen.
Aus jeweils 24 Weißfischern und Fischermädchen besteht die Große Tanzgruppe, auch Menuettgruppe genannt. Der Name "Weißfischer" kommt von ihrer weißen Tracht.
Den Fischerfrauen folgen die Zillenfahrer. Beim Umzug tragen sie Parade-Ruder, die sie beim Stechen mit den langen, zinkenbewehrten Stechrudern vertauschen. Der Abschluss des Zuges ist das von Brauereirössern gezogene Prunkschiff auf Rädern, in dem weitere Fischerfrauen thronen.

Das Rathaus im Festschmuck!
An der Nordseite die Wappen der Patrizierfamilien und an der Ostseite (Foto) die Wappen der Kaufmannsfamilien.
Die Fahnen tragen die Farben der ehemaligen verbündeten Reichsstädte und die Stadtfarben Ulms: Achtfach Schwarz und Weiß
Den Zug führen die "Ulmischen Freireiter" an, gegründet um 1693. -
Die Uniformen der folgenden Kapellen... ...stammen aus dem 18.Jahrhundert.
Im Zug folgen die Fischermädchen auch "Kirchweihjungfern genannt..." Ihre Tracht aus dem 18.Jahrhundert besteht aus einer schwarzen Samthaube, weißem Schultertuch und blauem Mieder.
Ihnen folgt die Kindergruppe. -
- Die Zillenfahrer mit ihren leichteren Paraderudern.
Die große Tanzgruppe bestehend aus 24 Tanzpaaren... ... die an ausgewählten Plätzen das Menuett tanzen.
Die Fischerfrauen in individuell gestalteten Rokoko-Kostümen... ...mit goldgestickten Hauben.
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- Das von Pferden gezogene Prunkschiff...
...auf dem weitere Fischerfrauen sitzen. -

     Fotos: Festzug 2004 zum 1150.Stadtjubiläum