02.03.2016

Bayern weiter auf Atomkurs

Kein Dialog mit Atomkraft-Gegnern

Zum heutigen Energiedialog (29.02.16) hat Ministerin Ilse Aigner viele eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter der Atomkraftgegner aber nicht. Sehr wohl viele Vertreter der Windkraft- und Stromleitungsgegner.

Bayern ist Atomland Nummer 1 in Deutschland. Nirgendwo sonst lagert so viel tödlich strahlender Atommüll wie in Bayern. Nirgendwo sonst wird weiter Tag für Tag so viel Horrormüll neu erzeugt wie in Bayern. Der laufende Betrieb der längst abgeschriebenen noch drei Atomreaktoren in Bayern, die wegen der übergroßen Risiken keine ausreichende Haftpflichtversicherung haben, bedroht im Fall eines großen Unfalls oder Anschlags die Menschen gleich vieler Landkreise.
 
Und dennoch bremst und blockiert Bayern die Energiewende: Nur noch wenig PV-Zubau und nur noch wenig Windkraftzubau. In ein paar Jahren soll es heißen: Leider sind wir mit der Energiewende noch nicht weit genug und müssen die Atomreaktoren ein paar Jahre länger laufen lassen. Mit diesem Ausbremsen der Energiewende verstößt Bayerns Regierung auch gegen den Geist des Pariser Klimaschutzabkommens. Und dabei kann Bayern gut mit Bioenergie, Photovoltaik, Wasser- und Windkraft seinen Stromverbrauch zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien decken. Andere Bundesländer schaffen dies schon. Begleitend müssen Lastmanagement, also das Steuern flexibler Stromverbraucher nach dem Angebot von PV und Windkraft, Stromnetzum- und Speicherausbau voran gebracht werden.
 
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