02.03.2016

ZKRD: Blutstammzellspenden steigen erstmals über 7.000

Blutstammzellentnahmen in der Bundesrepublik steigen konstant

Die Anzahl der Blutstammzellspenden in Deutschland nehmen weiter zu. So wurden im Jahr 2015 exakt 7.013 Mal Bundesbürgern die lebensrettenden Stammzellen entnommen. Über 6,5 Millionen Bundesbürger sind derzeit in den 26 Spenderdateien registriert und stehen damit über das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) für alle Patienten zur Verfügung – sowohl national als auch international.

„Mit einer stetig steigenden Zahl an potenziellen Spendern erhöht sich für die Patienten die Wahrscheinlichkeit einen passenden Spender zu finden“, erklärt ZKRD-Geschäftsführer Dr. Dr. Carlheinz Müller. Daher sei es immens wichtig, dass die Spenderdateien weiterhin Typisierungsaktionen durchführen, damit die Anzahl der registrierten Spender in der Bundesrepublik auch künftig derart hoch bleibt. Denn gerade der großen und stetig steigenden Spendebereitschaft in Deutschland ist es zu verdanken, dass das ZKRD das mit Abstand größte Register dieser Art in Europa ist. Gemessen an der Zahl der Entnahmen ist es sogar das leistungsfähigste Register weltweit.
 
Lässt sich ein Blutstammzellspender in einer der 26 Spenderdateien registrieren und typisieren, so werden die ermittelten Gewebemerkmale – sogenannte Humane Leukozyten-Antigene (HLA-Merkmale) – in anonymisierter Form an das ZKRD weitergeleitet. Danach stehen sie für einen Abgleich mit Patienten aus der ganzen Welt zur Verfügung. Über 30.000 Anfragen aus dem In- und Ausland bearbeitet das Zentralregister jedes Jahr. Dabei vergleicht das ZKRD die HLA-Merkmale von Spender und Patient, um so den am besten geeigneten Spender für die jeweiligen Patienten zu finden: 2015 kamen 5.139 Blutstammzellspenden aus Deutschland Patienten aus dem Ausland zugute. Für über 80 Prozent der Patienten kann die Suche mittlerweile meist schon innerhalb von ein bis zwei Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Als gemeinsame Informationsdrehscheibe für alle an einer Suche beteiligten Partner unterstützt das ZKRD alle Schritte von der Suche nach dem passenden Spender über den Transport der Blutstammzellen nach der Entnahme bis hin zu den Kostenabwicklungen mit den Kostenträgern im In- und Ausland.
 
Blutstammzellspende Bei einer Übereinstimmung der HLA-Merkmale von Spender und Patient ist zunächst eine weitere gründliche medizinische Untersuchung notwendig, bevor dem Spender die Blutstammzellen entnommen werden können. 2015 wurden diese bei über 5.700 Spendern aus dem Blut herausgefiltert. Die Vorgehensweise ist vergleichbar mit einer Dialyse. Nur bei rund 1.300 Entnahmen wurden die Stammzellen aus dem Knochenmark des Beckenknochens gewonnen. Der Patient erhält dann die Spende nach einer entsprechenden Vorbehandlung in Form einer Infusion.
 
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