20.12.2014

Blutstammzellen reisen in neuer Transportbox

Das ZKR Deutschland stellt deutschen Transplantationszentren Credo Cooler zur Verfügung

Jedes Jahr spenden mehr als 6.300 deutsche Spender Blutstammzellen für Patienten in Deutschland und in aller Welt. Ob Europa, USA oder Neuseeland: das Transplantat muss in dem zuständigen Transplantationszentrum des Patienten in einwandfreiem Zustand ankommen.
 
Dies gewährleistet die neue Transportbox „Credo Cooler Series 4-496“ des amerikanischen Herstellers Pelican BioThermal LLC, die das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) ab sofort allen Transplantationszentren bundesweit zur Verfügung stellt. „Im Laufe der Jahre haben die Kuriere viel Erfahrung mit den verschiedensten Transportboxen gesammelt. Aufgrund dieser Erkenntnisse haben wir uns nun für das Modell Credo Cooler entschieden.“ erläutert Dr. Dr. Carlheinz Müller, Geschäftsführer des ZKRD. Die Veränderungen liegen zwar oft nur im Detail, machen sich aber dennoch bemerkbar. So ist die neue Box kleiner und leichter, so dass sie sich im Flugzeug besser verstauen lässt. Zudem bleibt die Temperatur im Inneren mittlerweile für bis zu 96 Stunden konstant. Auch das einheitliche Aussehen ist von Vorteil: Sind künftig alle Kuriere mit der gleichen blauen Box unterwegs, steigert dies den Wiedererkennungswert und trägt zur schnelleren Abwicklung der Sicherheitskontrollen an den Flughäfen bei.
 
Nachdem Blutstammzellen gespendet wurden, werden diese von einem Kurier abgeholt. Dieser übergibt das Transplantat persönlich in der Klinik des Patienten. Innerhalb Deutschlands sind die Reisezeiten dabei überschaubar. Befindet sich der Patient allerdings in Australien, dauert der Transport deutlich länger. Blutstammzellen müssen bei einer Temperatur von 2-6°C transportiert werden und innerhalb von 72 Stunden transplantiert werden. Da sich sowohl die Transportdauer als auch die Temperatur entscheidend auf die Qualität der Blutstammzellen auswirken, werden speziell entwickelte Transportboxen eingesetzt. Bisher wurden in Deutschland mehrere unterschiedliche Modelle verwendet. “Bei den verschiedenartigen Boxen musste immer auf die individuelle Handhabung geachtet werden. Für die Kuriere, die für das sachgerechte Packen der Box verantwortlich sind, war dies nicht immer einfach”, erklärt Müller. “Mit der nun einheitlichen Vorgehensweise geht selbstverständlich eine noch höhere Sicherheit einher.” Mit einem Gewicht von lediglich fünf Kilogramm und den kompakten Abmessungen von weniger als 30x30x30 cm nimmt die neue Transportbox an Bord eines Flugzeuges kaum Platz in Anspruch und schränkt den Kurier nicht ein. Außerdem können die leistungsfähigen vakuumisolierte Wände und die speziellen Kühlelemente der neuen Transportbox die Temperatur bis zu 96 Stunden lang konstant halten – auch wenn der Deckel bei einem Security Check doch einmal für kurze Zeit geöffnet werden muss
 
Wenn Blutstammzellen auf Reisen gehen
 
Auf Flugreisen muss das Blutstammzellpräparat als Handgepäck transportiert werden. Dabei muss sichergestellt werden, dass es unter keinen Umständen beim Sicherheitscheck durchleuchtet wird, um eine Schädigung der lebensrettenden Zellen zu vermeiden. Deshalb wird der Transport bereits im Vorfeld beim Sicherheitspersonal auf den Flughäfen und der Fluggesellschaft angemeldet, um bei den strengen Sicherheitskontrollen Unsicherheiten seitens des Sicherheitspersonals zu vermeiden und eine zügige Abwicklung zu ermöglichen. Dr. Dr. Carlheinz Müller erhofft sich von einem einheitlichen Aussehen einen hohen Wiedererkennungswert, der den Kurieren die Abwicklung bei den Sicherheitskontrollen künftig erleichtert. “Wir würden uns wünschen, dass langfristig weltweit eine einheitliche Box zum Einsatz kommt”, bemerkt Müller. “Im Idealfall erkennt dann das Sicherheitspersonal sofort, dass es sich bei dem Transportgut um Blutstammzellspenden handelt.”
 
Weitere Informationen:
http://www.zkrd.de
 

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