12.11.2014

Werden in Baden-Württemberg und Bayern Windräder wegen Stromüberflusses abgeschaltet?

Nachdem in den letzten Wochen im Raum Nattheim, Zöschingen, Gundelfingen lebende Bürger unsere Bürgerinitiative angesprochen haben, ob die acht Zöschinger Windräder Probleme hätten, haben wir beim technischen Betriebsführer des Windparks Zöschingen, Georg Honold, in Neu-Ulm, nachgefragt:
 
1. Stehen die Anlagen häufig?
 
Georg Honold: In den letzten Wochen ja. Wir hatten Halbjahreswartung, zusätzlich die Gewährleistungsprüfung an den Rotorblättern und Reparaturen an den Flügeln. Die Vortex-Generatoren (kleine aufgeklebte Kunststoffzacken zur Verbesserung der Luftströmung) mussten teilweise ersetzt werden. Das haben wir alles jetzt im September und Oktober gemacht. Und dafür mussten die Windräder angehalten werden. Die Reparaturen konnten nur bei guter Sicht und gutem Wetter durchgeführt werden.
 
2. Mussten die Anlagen schon einmal abgeschaltet werden, weil Strom im Überfluss da war?
 
Georg Honold: Nein! Bei allen von uns geführten Anlagen im Allgäu, in Gnannenweiler und in Zöschingen mussten noch nie wegen Stromüberflusses die Anlagen abgeschaltet werden. In Norddeutschland kommt dies schon mal vor. Dort laufen auch viel mehr Windräder und der Umbau des Stromnetzes hinkt manchmal nach. Wir im Süden haben so wenige Windräder, dass noch lange keine Abschaltungen drohen.
 
3. Und was ist mit dem Wind?
 
Georg Honold: Es ist zum Haareraufen. Im Jahr 2013 lag die Windleistung bei uns etwa 20 Prozent unter dem eines durchschnittlichen Jahrs. Und bisher ist das Jahr 2014 sogar noch schlechter. Für die Windkraft gibt es offenbar auch fette und magere Jahre. Wir warten jetzt sehnlichst mal wieder auf windstarke Jahre.
 
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