10.08.2014

Erfolge der Energiewende in Deutschland im 1. Halbjahr 2014

Das FORUM als einer der größten deutschen AntiAtom-Bürgerinitiativen kämpft für den Atomausstieg, für den Klimaschutz und für die Energiewende. Deshalb freuen wir uns über die Fortschritte im 1.Halbjahr 2014: Viel mehr Solar- und Windstrom. Rückgang beim Stromverbrauch und auch beim Einsatz von Atom, Erdgas wie Kohle.
 
Im ersten Halbjahr 2014 sind wir laut den jetzt veröffentlichter Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. http://www.ag-energiebilanzen.de/ mit der Energiewende in Deutschland ein paar Schritte weiter gekommen. Warmes und sonniges Wetter hat den Stromverbrauch um fast fünf Prozent verringert. Die Elektrizitätserzeugung mit Photovoltaik und Wind stieg stark. Mehr EE-Kraftwerke (Erneuerbare-Energie-Kraftwerke) - die Biomasse, Solar, Wasser und Wind nutzen – haben den Einsatz von Atomenergie, Erdgas, Braun- wie Steinkohle und Mineralöl zurückgedrängt.
 
Die bereits im Jahr 2013 von Union und FDP durchgedrückten Verschlechterungen bei der Photovoltaik sowie die jetzt durch Union und SPD beschlossenen Verschlechterungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden zukünftig die Fortschritte klein machen. Sehr schädlich ist auch das beabsichtigte Abwürgen des Windkraftzubaus in Bayern und Sachsen.
 
Es sei denn,
1. Wir halten die Landtagsabgeordneten der CSU von diesem 10H-Gesetz ab. 2. Es kracht irgendwo in einem AKW oder ein erschütterndes Klimaereignis schreckt auf.
 
Offizielle Zahlen widerlegen die Strompreislügenkampagne: Preise für Erdgas, Fernwärme und Heizöl stiegen stärker als Preise für den Strom. Privilegierte industrielle Großverbraucher haben jetzt sogar Preise wie vor zehn Jahren
 
Die große Mehrheit der Deutschen bejaht die Energiewende. Allerdings sind die Menschen durch eine verlogene Strompreiskampagne und durch Ungerechtigkeiten verunsichert worden. Aktuelle Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums zeigen, dass in unserem Land die Preise für den Import von Gas, Kohle und Öl erheblich stärker gestiegen sind als die Endpreise für den Strom. So stiegen von 1991 bis Ende 2013 die Einfuhrpreise für Erdgas um über 200 und für Mineralöl um fast 400 Prozent. Hingegen mussten die Privathaushalte trotz Einführung der Ökosteuer und der EEG-Umlage zur Förderung von Investitionen in EE-Kraftwerke nur um 95 Prozent höhere Strompreise bezahlen. Keiner liebt Preiserhöhungen. Aber die Wahrheit ist: In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind für uns Bürger die Preise für Erdgas, Heizöl und auch Fernwärme stärker gestiegen als die für den Strom. Für die Industrie stieg in den 22 Jahren der Strompreis sogar nur um 55 %. Für privilegierte industrielle Verbraucher um noch deutlich weniger.
 
Preise sind unter 4 ct/kWh gesunken
 
An der Strombörse sind durch das stark gewachsene Angebot von EE-Strom die Preise unter 4 Cent je Kilowattstunde gesunken. Vor ein paar Jahren hatte man für das Jahr 2014 noch Preise an der Strombörse von 7 – 9 Cent je Kilowattstunde vorausgesagt. Jetzt können Stromgroßverbraucher und Stadtwerke den Strom erheblich billiger einkaufen. Dies kann an die Endverbraucher weiter gegeben werden. Aber es muss die Ungerechtigkeit beseitigt werden, dass zu viele EEG-Kosten und auch Netzentgelte von den Großverbrauchern auf die Normalbetriebe und Privathaushalte verlagert werden.
 
EE-Kraftwerke werden die Strompreise wieder nach unten drücken
 
Da dank des technischen Fortschritts die Preise für Windkraftanlagen in den vergangenen zwei Jahrzehnten weitgehend konstant blieben und die Preise für Solaranlagen in den letzten acht Jahren auf ein Drittel gesunken sind, werden die EE-Kraftwerke künftig die Strompreise stabilisieren und sogar senken.
 
An die Bundestagswahl 2017 denken
 
Enttäuschend, dass jüngst nur wenige Bundestagsabgeordnete von CSU/CDU und SPD gegen die Verschlechterungen des EEG gestimmt haben. Wir Umweltschützer müssen uns Gedanken über die nächste Bundestagswahl im Herbst 2017 machen. Und wie wir aussichtsreiche Frauen und Männer voranbringen können, die konsequent für den Atomausstieg und die Energiewende stimmen.
 
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm
 
http://www.atommuell-lager.de www.atommuell-lager.de

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager... e.V.

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