11.05.2014

Auch Schwaben demonstrieren in Berlin

Wir haben allen Grund für die Energiewende zu kämpfen

Auch aus Schwaben fahren heute Umweltschützerinnen nach Berlin. Mit Zug und Bus. Und die Menschen aus Süddeutschland, die im Schatten von Deutschlands größtem AKW und Deutschlands größter Atommüll-Lagerung leben, fordern entschieden: „Die Energiewende nicht kentern lassen!“
 
Wir sind empört, dass unter Führung des SPD-Vorsitzenden S. Gabriel die Energiewende in Deutschland übel gebremst wird. Im letzten Jahr wurde der Solarzubau durch die von den schwarz-gelben Ministern Altmaier und Rösler forcierten Gesetze auf 40% des Zubaus der Vorjahre verringert. Gabriel will dies noch einmal um fast ein Drittel senken. Im ersten Vierteljahr 2014 gelang ihm dies auch. Zugleich behauptete am 8.5. in Berlin S. Gabriel, der Ausbau würde auf bisherig hohem Niveau fortgesetzt.
 
Und zusammen mit dem CSU-Vorsitzenden H. Seehofer werden immer neue Schikanen ausgedacht, um in Süddeutschland den kaum begonnenen Windkraftzubau wieder abzuwürgen. Und die CDU-Vorsitzende A. Merkel schaut schmunzelnd zu.
 
Atom- und Kohlekraftwerke gefährden uns und vergiften die Lebensgrundlagen unserer Nachkommen. Neue Solaranlagen liefern den Strom für 9 bis 13 Cent je Kilowattstunde. Neue Landwindkraftanlagen für 8 bis 9 Cent. Und werden dank weiterer technischer Fortschritte noch preiswerter.
 
Wir Gesundheits- und Umweltschützer wollen die Energiewende. Wir fordern deshalb:
 
* Keine schikanösen Ausschreibungsmodelle
* Noch keinen Ausbaudeckel für Photovoltaik und Windkraft
* Langsamere Absenkung der Einspeisevergütungen für PV. In 2014 überhaupt keine mehr, damit der PV-Ausbau wieder in Schwung kommt. Dann die Einspeisevergütungen entsprechend der Kostensenkungen durch technischen Fortschritt (Lernkurve beachten) senken
* Eigenstromverbrauch soll nur bei Erneuerbaren Energien von der EEG-Umlage befreit werden. Privilegien der Industrie auf das Nötigste reduzieren. Da infolge der Energiewende die Börsenstrompreise stark gesunken sind, braucht fast kein Betrieb eine Befreiung von der EEG-Umlage. Umlegung der Netzentgelte von den Großbetrieben auf die Kleinbetriebe und Privathaushalte ist unsachgemäß und ungerecht und muss gänzlich wieder aufgehoben werden.
* Keine Länderöffnungsklausel, die über das Baugesetzbuch und 10-H den Bau von Windrädern blockiert
 
Und dafür werden um 4 Uhr in Dillingen und um 4:30 in Donauwörth wir Umweltschützer gen Berlin starten.
 
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm
 
http://www.atommuell-lager.de

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