23.04.2014

Gefahren der Gundremminger Atommülllagerung sind größer als bisher zugegeben

- Jetzt eilt es EON und RWE

Alle 17 deutschen Zwischenlager haben bauliche Maßnahmen beantragt, um den Atommüll besser gegen terroristische Angriffe zu schützen. Für Gundremmingen wurde den Betreibern EON und RWE vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als bisher ersten und einzigen in Deutschland der Bau von Atommauern genehmigt. Jetzt wurde sogar der Sofortvollzug angeordnet.
 
Nachdem Anwohner Einwände erhoben hatten, wurde jetzt umgehend vom BfS der Sofortvollzug der atomrechtlichen Genehmigung angeordnet. Begründet haben die Lagerbetreiber den Antrag auf Sofortvollzug mit Gefahren für Gesundheit und Leben der Sicherheitskräfte.
 
Von der Bürgerinitiative ‚FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.’ unterstützte Anwohner des AKW und des Atommüll-Lagers Gundremmingen haben mit Einwänden etwas Licht in das Gefahrendunkel gebracht. Der Staat behauptet, im Herbst 2010 Kenntnis von möglichen Tätern und Tatmitteln, die die Atommüll-Lager noch mehr gefährden, erhalten zu haben.
 
Um ohne Atommauern die Gefahren zu verringern wird jetzt der Atommüll stärker bewacht. Dazu werden laut BfS „ausreichende temporäre Maßnahmen (atM)“ praktiziert. Hierdurch werde jedoch das Personal erheblichen Gefahren ausgesetzt. Der Bau der neuen Atommauern an den Längsseiten des Gundremminger Zwischenlagers soll laut RWE/LEW und Eon diese Gefahren verringern.
 
Die jetzige oberirdische Atommüll-Lagerung ist viel zu gefährlich!
 
Besorgt und bitter stellen wir fest, dass all die von unserer Bürgerinitiative seit dem Jahr 2000 angenommenen und bei unseren Klagen gegen die Zwischenlagergenehmigung vorgetragenen Sorgen sich leider bestätigen. Es sind heute in Verbrecherkreisen panzerbrechende Waffen verfügbar, mit denen Zwischenlagerhallen und Castoren geknackt werden können. Mit Flugzeugen wie auch ferngesteuerten Drohnen können Zwischenlager und Castoren aufgebrochen werden. Die Richter am VGH München wie auch am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe waren jedoch blind für diese offensichtlichen Gefahren.
 
In den Castoren befinden sich unvorstellbar giftige und tödlich strahlende Radionuklide. Mit nur einem Gramm, das fein zerstäubt würde, könnten Tausende Menschen getötet werden. Diese Atommüll-Lagerung ist untragbar und unverantwortlich!
 
Unsere Bürgerinitiative fordert, dass endlich den Bürgerinnen und Bürgern die Wahrheit über die gefährliche Atommüll-Lagerung gesagt wird. Dass das Land Bayern aufhört, Lehrerinnen und Lehrer von der Schwestergesellschaft LEW der Gundremminger AKW-Betreiber unkritisch fortbilden zu lassen.
 
Den Atommüll weniger gefährlich in einem Endlager vererben
 
Wir halten die Verwirklichung einer unterirdischen Endlagerung für das kleinere Übel. Wir beklagen, dass der AkEnd-Prozess durch Boykotte der Atomkonzerne wie auch der CDU.CSU und FDP im Frühjahr 2003 zerstört wurde. Wir bejahen es, dass jetzt ein neuer Versuch gemacht wird, ein Endlager in Deutschland zu bauen. Ausdrücklich begrüßen wir es, dass der Umweltverband BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) trotz von der Bundesregierung zu verantwortender Startfehler in der Kommission beim Endlagersuchprozess mitarbeitet. Die wahnsinnigen Gefahren des Atommülls mahnen uns, so schnell wie möglich seine Erzeugung zu beenden, die Energiewende voranzutreiben und eine erheblich weniger gefährliche unterirdische Dauerlagerung zu verwirklichen.
 
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm
 
http://www.atommuell-lager.de

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager... e.V.

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