01.04.2014

BürgerInnen wählen Pro Energiewende mit Windkraft

FORUM wertet Bayerische Kommunalwahl aus

Nach Beginn der Katastrophe in Fukushima im März 2011 wollte Bayerns Staatsregierung einen schnellen Atomausstieg und einen schnellen Ausbau der Windkraft. Im Laufe des Jahres 2012 und besonderes ab Frühjahr 2013 drehte der Wind: Mit der Doppelbotschaft ‚Energiewende muss bezahlbar sein und darf nicht gegen die Bürger gemacht werden’ wurde von den Politikern Altmaier, Rösler, Merkel und insbesondere Seehofer die Energiewende verunglimpft.
 
Aber diese Energiewendegegner haben sich nicht bei den Bürgern durchgesetzt, wie unsere Auswertung der Kommunalwahlergebnisse Bayerns zeigt. Wir haben nachgeschaut, wie in Orten, wo Windkraftprojekte geplant sind, gewählt wurde.
 
Unsere Bürgerinitiative setzt sich besonders für die Nutzung der Solar- und Windkraft ein. Denn diese liefern aus neuen großen Anlagen für rund 9 Cent je Kilowattstunde sauberen Strom und verringern so die Erzeugung von Atommüll wie klimaschädlichem CO2.
 
Wir können in Bayern wie in Baden-Württemberg in etwa 20 Jahren uns zu annähernd 100 Prozent mit Strom aus Erneuerbaren Energien versorgen. Dies wird leichter, wenn wir mit den gut machbaren Einsparmöglichkeiten unseren Stromverbrauch um wenigstens 20 Prozent senken. Grob können Solar- und Windkraft jeweils ein Drittel unseres Strombedarfs decken. Für das letzte Drittel kann je zur Hälfte der Strom aus Biostoffen und Wasserkraft erzeugt werden.
 
Wenn wir nur 1 Prozent der Landesfläche Bayerns überplanen (bebaut wird davon nur ein Bruchteil), haben wir genügend mensch- und naturverträgliche Standorte. Windkraftanlagen (WKA) sind hoch und verändern das Landschaftsbild. Sie brauchen jedoch wenig Baufläche. Für eine moderne Großanlage nur rund 1000 Quadratmeter. Für etwa 4000 WKA in Bayern (70.552 qkm) würden wir somit weniger als 0,01 Prozent der Landesfläche bebauen. Im dichter besiedelten aber viel Strom verbrauchenden Baden-Württemberg (35.751 qkm) käme man auch mit der Bebauung von etwa 0,01 Prozent der Landesfläche mit Windkraftanlagen aus.
 
Wir sprechen uns unermüdlich dafür aus, dass die Bürger anständig informiert werden und über Standorte mitbestimmen können. Wir rufen den Unternehmern zu: Macht die Mitbürger zu Mitplanern nicht zu Einwendern! Und die Bürger, die die Anlagen sehen, sollen auch finanziell profitieren. Daher sind uns Projektentwickler willkommen, die transparent planen und fair beteiligen. Anonyme und schlechte Investoren wollen wir nicht. Viele professionelle Bürgerwindanlagen sind unser Ziel.
 
Denjenigen, die mit längst widerlegten Gerüchten über die Ausrottung von Vögeln, über Lärm und Infraschall die Energiewende blockieren wollen, treten wir entschieden entgegen.
 
Und die Bundestagsabgeordneten der regierenden Parteien fordern wir auf, nicht mit Schikanen im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) und im Baugesetz die Energiewende auszubremsen!
 
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm
 
http://www.atommuell-lager.de

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager... e.V.

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